Don’t shoot the messenger

Mit diesem Bild gewann Kevin Carter den Pulitzer Prize 1994. Das Bild zeigt ein verhungerndes Kind, das scheinbar bereits von einem Aasgeier verfolgt wird. Das Kind kriecht gerade zu einem Lebensmittelcamp der UN, das ein Kilometer entfernt sein soll. Niemand weiss, was mit dem Kind geschehen ist. Der Fotograf Kevin Carter verliess den Ort, nachdem er das Photo aufgenommen hatte. Später vertraute er Freunden an, dass er wünschte eingegriffen zu haben. Journalisten wurde zu dieser Zeit geraten, keine Opfer der Hungersnot aus Furcht vor Krankheiten zu berühren. Drei Monate später und nur Wochen später, nachdem ihm der Pulitzer Preis verliehen worden war, nahm sich Kevin Carter das Leben.

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Weichgespülte Grüne braucht die Republik nicht

Selbst unter Christdemokraten geraten sie ins Schwärmen. Voll des Lobes äußerten sie sich hinter vorgehaltener Hand über Robert Habeck, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kieler Landtag. Obwohl die Grünen ganz gut damit gefahren sind, sich programmatisch zurückzuhalten, fordert der bereits als Kandidat für den Bundesvorsitz der Partei gehandelte Habeck mehr Risikobereitschaft. Die zeigt er selber zur Genüge. Er war sich durchaus bewusst, dass er für sein linkes Plädoyer „Patriotismus“ Schelte beziehen wird. Nicht zuletzt aus den eigenen Reihen.

JP: „Materiell hatten wir nichts, ideell dafür alles“, so beschrieb jüngst der Ur-Grüne Lukas Beckmann die Anfänge der Grünen im Jahr 1979. Gegenwärtig dürfte Ihre Partei Probleme haben, alle Posten zu besetzen, sollten sich die Umfrage-Ergebnisse als Wahlergebnisse bestätigen. Wie groß sehen Sie gegenwärtig die Gefahr, dass die materiellen Erfolgsaussichten wieder den ideellen Anspruch auflösen?

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