Don’t shoot the messenger.

Mit diesem Bild gewann Kevin Carter den Pulitzer Prize 1994. Das Bild zeigt ein verhungerndes Kind, das scheinbar bereits von einem Aasgeier verfolgt wird. Das Kind kriecht gerade zu einem Lebensmittelcamp der UN, das ein Kilometer entfernt sein soll. Niemand weiss, was mit dem Kind geschehen ist. Der Fotograf Kevin Carter verliess den Ort, nachdem er das Photo aufgenommen hatte. Später vertraute er Freunden an, dass er wünschte eingegriffen zu haben. Journalisten wurde zu dieser Zeit geraten, keine Opfer der Hungersnot aus Furcht vor Krankheiten zu berühren. Drei Monate später und nur Wochen später, nachdem ihm der Pulitzer Preis verliehen worden war, nahm sich Kevin Carter das Leben.

“Die weltweite Getreideernte ist rund 2 Milliarden Tonnen pro Jahr. Über 500 000 werden dem Vieh der reichen Nationen verfüttert – während in den 122 Ländern der Dritten Welt pro Tag nach UNO-Statistik 43000 Kinder am Hunger sterben. Diesen fürchterlichen Massenmord will ich nicht mehr mitmachen: kein Fleisch zu essen ist ein minimaler Anfang,”, zitiert die Organisation Pro Vegan zu dem Bild Jean Ziegler, CH-Nationalrat und UNO Sonderbeauftragter. Zieglers Fazit: “Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet.” Von wem ermordet? Von allen, die an diesem System beteiligt sind. Also auch von genau den Konsumenten, die durch ihre Käufe dieses System finanzieren!”

Bin ich ein Mörder, weil ich gerne zum Frühstück Aufschnitt esse? Oder “ermorden” Moralisten die Möglichkeit, die Dinge im Zusammenhang zu betrachten und wirken zu lassen? Fakt ist: Eine Kamera kann zwischen wenigen Metern Distanz eine emotionale Barriere aufbauen. Gute Fotografen arbeiten mit dieser Barriere. Statt das Kind mitzunehmen, hat er das Bild mitgenommen. Wirklich schlimm wird es jedoch, wenn mit diesem Bild manipuliert wird. Ob das Camp 1 km entfernt war, steht so nicht in den Quellen. Das Flugzeug mit Carter und anderen Fotografen landete an dem Tag (11. März) für 30 Minuten, um Lebensmittel zu verteilen. Die Mutter des Mädchens war in der Nähe. Nach dem Foto flog der Geier wieder weg. So erklärt es ein Kommentator auf Facebook.
Kevin Carter war ein Kriegsfotograf. Dieser Mann hat an Orten fotografiert wo sich kein westlicher Mensch hintraute. “Vielleicht sollten sich einige, die hier mit pathetischen Wortgewandtheiten um sich werfen, erstmal überlegen, was den Beruf eines Kriegsfotografen zu der damaligen Zeit ausmachte”, empört sich ein anderer Facebook-Teilnehmer.
Die Menschen in den Kriegsfotografen sahen Leid, Grausamkeiten und die größten Abscheulichkeiten – und hatten/ haben die Aufgabe, dies für uns sichtbar zu machen. Sie müssen sich ein sehr hartes Fell wachsen lassen um diesen Beruf überhaupt ausüben zu können. Über Carter und seine Kollegen gibt es übrigens einen Film, er heisst “The Bang Bang Club” -.

Die Empfindungen von Entsetzen und Scham sind auch aus meiner Sicht verständlich. Sie sollten aber definitiv nicht auf den Fotografen projiziert werden, sondern auf jeden für sich selbst und unsere Gesellschaft.

 Don’t shoot the messenger.

Die Geschichte von Kevin Carter zeigt meiner Meinung aber auch, dass keiner von uns jemals nur Beobachter ist, sondern immer auch Teil des Geschehens. Carter ist wie alle Journalisten gewarnt worden, kein Opfer der Hungersnot wegen Ansteckungsgefahr zu berühren. Ob er die Berührung in seinem Herzen unter seinem “dicken Fell” nicht mehr ertragen konnte, weiß ich nicht. Aber welche Krankheit kann schlimmer sein, als gleichgültig beim Anblick dieses Bildes zu bleiben? “Wer einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt”, heißt es im Talmud. Gilt das auch umgekehrt? Jede Bank, die sich an Spekulationsgeschäften mit Nahrungsmitteln beteiligt, hat für mich ihre menschliche Daseinsberechtigung verloren.

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Leben ohne Geld – SWR Nachtcafé (23.09.2011)

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Talkshow Nachtcafé: “Ohne Moos nix los?” vom 23. September 2011 mit Wieland Bakes auf SWR Hier die Kurzfassung mit dem Schwerpunkt auf Raphael Fellmer über sein Leben ohne Geld sowie die Reise der Menschheit ohne Devisen von Holland nach Mexiko. …

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Mc Donalds Bolivien: Rückzug von Mc Donalds in Bolivien

Reblogged from Maria Lourdes Blog – Die Welt wird von ganz anderen Persönlichkeiten regiert, als diejenigen glauben, die nicht hinter die Kulissen blicken!:

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Nach 14- jähriger Anwesenheit im Land und trotz aller Kampagnen ist die Kette gezwungen, ihre übriggebliebenen 8 Restaurants in den drei größten Städten La Paz, Cochabamba und Santa Cruz de la Sierra zu schließen. Original: McDonald’s goes belly up in Bolivia - übersetzt von einarschlereth - Die Wirkung auf die kreativen Marktmanager war so groß, dass sie einen Dokumentarfilm drehten unter dem Titel „Warum McDonald in Bolivien bankrott ging“, in dem sie irgendwie zu erklären versuchten, …

Respekt, Bolivaner haben Geschmack!
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Unverbindliches Angebot

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“Dass man anschließend…

“Dass man anschließend Wulff unsympathisch findet oder sagt, mein Gott, wie unsouverän und wie unangemessen auch diesem Amt – ja, stimmt, aber ich lasse mich da jetzt nicht einspannen, dass ich jetzt Pressefreiheit für das nackte Mädchen auf Seite drei der “BILD”-Zeitung fordere.” (Friedrich Küppersbusch)

TV-Produzent Küppersbusch zum “BILD”-Anruf des Bundespräsidenten
Friedrich Küppersbusch im Gespräch mit Liane von Billerbeck für DRadio

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Happy New Year!

Happy New Year!

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Beinahe-Bundespräsident bewegt

Joachim Gauck ist Gast der Europa-Brücke in Rheine / Lesung am 2. Februar Rheine.  Bewegt und bewegend liest Joachim Gauck aus seiner Autobiografie. Der Beinahe-Bundespräsident, ehemalige Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen und DDR-Freiheitskämpfer versteht es wie kaum ein Zweiter, mit seinen Schilderungen des … Weiterlesen

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